Das Schloss vom Morimont befindet sich auf einem Vorgebirge zwischen den Dörfern von Oberlarg und von Levoncourt auf 522 m über Meer. Es ist vor 1183 gebaut worden. Die Festung riegelt das obere Tal der Largue ab, welche eine der Kommunikationsachsen zwischen dem Elsass und der Schweiz darstellt.

Das Schloss

Diese schöne Ruine hat eine Besonderheit: es ist das einzige Schloss im Elsass in Kalkstein.
Ein anderes geographisches Merkmal ist seine strategische Rolle: es ist mit Hügeln umgeben. Im Äusseren hat die Stadtmauer eine asymmetrische trapezförmige Form. Der Wehrgang ist hoch und mächtig, halbkreisrunde Türme verstärken den Eindruck der Unverletzlichkeit. Es gibt 7 davon in unterschiedlichen Formen und Größen. Fast alle haben Schiessscharten mit einer beeindruckenden Öffnung, wahrscheinlich aus dem Ende des 15. Jahrhunderts. Diese "Münder" sind vorgesehen für einen waagerechten Schuss, welche damals eine verheerende Wirkung hatten. Der Zugang nach Innen war gut geschützt.

Beim aufmerksamen Betrachten ist es leicht, 2 Konstruktionsepochen zu sehen

  • 1.Epoche :  Im südlichen Teil des Schlosses, die mittelalterliche Epoche mit einem auf den Felsen gebauten Bergfried (Südosten), dann eine Kapelle und die Behausung in Verlängerung gegen den Südwesten. Im Zentrum thront eine Turmtreppe stolz vor den Überresten der mittelalterlichen Behausung. Sie ist Epoche Renaissance hat aber hat mit Sicherheit einen ursprünglichen Turm aus dem 14. Jahrhundert.
  • 2.Epoche : Der ganze Nordteil ist aus dem 15. bis 17. Jahrhundert. Mächtige Türme mit grossen und hellen Nebengebäuden und einem zentralen Turm mit einem Brunnen, dessen Literatur uns über eine Tiefe von 115 Metern informiert....

Das Schloss wurde 1228 ein erstes Mal durch die Truppen des Bischofs von Strassburg zerstört die dem Grafen von Ferrette gegenüber gestanden sind. Wieder aufgebaut, wird es 1271 vom Bischof von Basel erworben. 1324 stirbt der letzte Graf von Ferrette, seine Erbschaft geht an die Grafen von Habsburg, Lehnsherren der Morimont.

Das Schloss wurde am 8. Oktober 1356 von einem Erdbeben zerstört

Nach den Überfällen der Bundesgenossen 1445 und 1468 wird das Gebäude in eine trapezförmige mit sieben Türmen gefestigten Wall umgewandelt, und durch Pierre von Morimont für den Gebrauch von Waffen angepasst.

1582 verkaufen die Morimont das Schloss den ursprünglich aus Spanien stammenden Grafen Ortemberg-Salamanca, welche es bis zum 30-jährigen Krieg (1618-1648) behalten. Ab 1632 wird das Schloss von den schwedischen Truppen besetzt, zerstört wurde es von den Franzosen im Juli 1637. Das Schloss, das zu den besten Festungen des Elsass zählte, wird nicht wieder aufgebaut. Bestimmt für den Nutzen als Steinbruch, wird 1755 ein Gasthofsherrenhaus durch die Adligen von Vignacourt, ergänzt, Gutsherren von Morimont seit 1641.

Im Juli 1826 tritt das Schloss von Morimont in der Geschichte des schweizerischen Juras ein. Xavier Stockmar, Louis Quiquerez und Olivier Seuret trafen sich dort und legten den Schwur ab "den Jura aus der bernschen Tyrannei zu befreien". Dieser Akt war der Ausgangsort der Gründung des Kantons Juras im Jahre 1979 (150 Jahre später) als 23. Kanton der Eidgenossenschaft.

Durch die Verordnung vom 2. Februar 1792 sind die Ruinen des Schlosses zum nationalen Eigentum erklärt und an Joseph Bruat, Zivilrichter in Altkirch, verkauft worden. Seine Erben verkaufen es im Juli 1808 weiter an einen Aaron Meyer, gebürtig von Durmenach, in Genf lebend. Seine Nachkommen verkaufen es 1870 der Familie Viellard von Morvillars. Wichtige Restaurierungsarbeiten wurden seit 1865 von A. Quiquerez ausgeführt.
Seit dem 1. Oktober 1841 ist die Ruine als historisches Denkmal klassifiziert.

Die Ruine des ehemaligen Schlosses ist vor allem für seinen, unter dem Herrenhaus gelegenen, im Elsass einzigartigen, Gewölbekeller bekannt (57 m Länge auf 10 m Breite und 5 m Höhe). Dieser Keller hat 1828 als Kulisse für den "Eid vom Morimont" gedient.